Mora Capital wächst weiter schnell
Das Unternehmen mit Sitz in Zürich trat bis März 2026 unter dem Namen Boreal Capital Management auf. «Mit der Umbenennung in Mora Capital Management Switzerland rückt nun die Zugehörigkeit zur Muttergesellschaft Mora Banc Group stärker in den Vordergrund», heisst es in einer Mitteilung zum Jahresabschluss vom Dienstag. 2018 war aus Mora Capital Investment Boreal Capital geworden, nun gilt quasi wieder der alte Name für das Schweizer Geschäft, das seit 2008 betrieben wird.
Familie steht dahinter
Für das vergangene Geschäftsjahr berichtet der Vermögensverwalter von einem weiteren starken Wachstum der verwalteten Vermögen. Die 1,95 Milliarden Franken entsprechen einem Plus von 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr, damit habe sich das verwaltete Vermögen innerhalb von drei Jahren mehr als verdoppelt, heisst es weiter dazu.
Die Gruppe mit Sitz in Andorra ist ein familiengeführtes Finanzhaus mit Aktivitäten in Europa und den USA. Hinter der Mora Banc steht die Gründerfamilie Mora, die das Institut prägt und kontrolliert.
In der Schweiz positioniert sich Mora Capital «als Boutique-Vermögensverwalter mit starkem Fokus auf persönliche Kundenbeziehungen». CEO Jaime Moreno sieht den Erfolg als Resultat einer klar definierten Strategie im Private Banking. Er ist seit knapp vier Jahren CEO, zuvor amtete er als CIO.
Zwei Zukäufe in Spanien
Auch auf Gruppenebene entwickelte sich das Geschäft positiv. Mora Banc verwaltete 2025 insgesamt rund 20 Milliarden Euro und erzielte einen Gewinn von insgesamt 62,5 Millionen Euro – das zehnte Wachstumsjahr in Folge. Die internationalen Einheiten, darunter die Schweiz, trugen mit einem Gewinn von 8,1 Millionen Euro wesentlich dazu bei. Damit ist das internationale Geschäft deutlich weniger rentabel als der Heimmarkt, immerhin stiegen die «internationalen» Gewinne zum Vorjahr aber um 60 Prozent.
Deutlich gestiegen ist auch der Personalbestand. Die ganze Gruppe beschäftigte Ende 2025 exakt 561 Köpfe, praktisch genau 100 Leute mehr als noch ein Jahr davor. Ein Teil davon stammt aus Zukäufen. So hat die Mora Banc kürzlich unter anderem die spanische Wertpapierfirma Tressis sowie Banco Europeo de Finanzas übernommen.
In der Schweiz beschäftigt die Gruppe aktuell 33 Leute, vor vier Jahren waren es noch 19 Köpfe gewesen.












