Graubündner Kantonalbank erleidet Gewinnrückgang
Die Graubündner Kantonalbank (GKB) erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Konzerngewinn von 224,6 Millionen Franken. Damit liegt das Ergebnis unter jenem im Vorjahr (- 2,1 Prozent), wie den am Freitag veröffentlichten Zahlen zu entnehmen ist. Das Geschäftsvolumen stieg um 3,5 Prozent auf 78,8 Milliarden Franken.
CEO Daniel Fust spricht von einer überzeugenden operativen Leistung: «Das Ergebnis 2025 überzeugt mit einer hohen Ertragskraft. Die gute operative Leistung, das solide Wachstum im Hypothekargeschäft und der Gewinnbeitrag unserer Beteiligungen verdeutlichen die erfolgreiche Strategie der GKB.»
Ausgleich zum Zinsgeschäft
Während die Erträge im Kommissions- und Handelsgeschäft zulegten, belasteten eine erhöhte Risikovorsorge sowie Investitionen in die Weiterentwicklung der Bank das Ergebnis. Der Geschäftserfolg sank um 9,6 Prozent auf 229,9 Millionen Franken. Der Geschäftsertrag reduzierte sich um 2,9 Prozent, primär aufgrund der höheren Risikovorsorge.
Im Zinsgeschäft verzeichnete die GKB zwar höhere Erträge aus Finanzanlagen (+56,6 Prozent), unter dem Strich resultiert jedoch ein Rückgang: Der Netto-Erfolg des Zinsgeschäfts weist ein Minus von 5,4 Prozent auf. Der Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft erhöhte sich dank positiver Börsenentwicklung und akquiriertem Anlagevolumen im Stammhaus um 1,9 Prozent. Der Anteil des zinsunabhängigen Geschäfts liegt bei 37,7 Prozent.
Gelder flossen ab
Der Geschäftsaufwand nahm um 4,1 Prozent zu. Die Bank investierte in Digitalisierung, ganzheitliche Beratung sowie in den Aufbau von Fachkompetenzen. Die Cost/Income-Ratio I liegt bei 48,0 Prozent (Vorjahr: 46,7 Prozent).
Die Kundenausleihungen stiegen um 0,4 Milliarden Franken beziehungsweise 1,5 Prozent. Das Wachstum wurde primär durch das Geschäft mit Privat- und KMU-Kunden im Heimmarkt getragen. Die Kundenvermögen nahmen um 4,5 Prozent zu. Während die positive Marktentwicklung unterstützte, führten Abflüsse einzelner grosser institutioneller Kunden zu einem negativen Nettoneugeld von minus 0,7 Milliarden Franken. Im Segment der Privat- und Geschäftskunden resultierte hingegen ein Zufluss von 0,3 Milliarden Franken.
Für 2026 erwartet die GKB bei weiterhin tiefen Zinsen und positiven Aktienmärkten einen Konzerngewinn knapp auf Vorjahresniveau.












